Perspektive Erde – Artenvielfalt

Sie ist die Grundlage unserer Existenz: Die biologische Vielfalt. Sie trägt zur Klimaregulierung und Trinkwassererzeugung bei und liefert dem Menschen Nahrungs- und Heilmittel. Der steigende Verbrauch natürlicher Ressourcen zerstört Ökosysteme und führt zur drastischen Reduzierung der Artenvielfalt auf der ganzen Welt.

Broschüre Artenvielfalt
Broschüre Artenvielfalt © BMBF

Die Biodiversität umfasst das gesamte Lebensspektrum auf der Erde, die genetische Vielfalt, die Ökosysteme und deren Nutzen für den Menschen. Ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zeigt, dass 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen zumindest teilweise von der Bestäubung durch Tiere, z. B. Bienen, abhängig sind. Allein für medizinische Zwecke verwenden wir heute 50.000 bis 70.000 Pflanzenarten. Die wachsende Bevölkerung verbraucht immer mehr und immer schneller Ressourcen. Weltweit werden immer mehr natürliche Ökosysteme umgewandelt und die Biodiversität schwindet. Aus diesem Grund beschlossen die Vereinten Nationen bereits 1992 das Übereinkommen zur biologischen Vielfalt (CBD).

Auch in Deutschland ist die biologische Vielfalt bedroht: Ein Viertel aller Pflanzen- und ein Drittel aller Tierarten gelten hier als gefährdet. Der drohende Verlust der Biodiversität wird heute ebenso wie der Klimawandel als politische und gesellschaftliche Herausforderung von höchster Dringlichkeit gesehen. Mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) will die Bundesregierung diesem Trend entgegenwirken. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert Forschungsprojekte, um die Entwicklung aufzuhalten. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Handlungsempfehlungen zum Erhalt der Biodiversität zu entwickeln.

Die aktuelle Ausgabe von Perspektive Erde „Artenvielfalt: Das große Sterben? – Forschung zum Erhalt der Biodiversität“ stellt die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats IPBES sowie verschiedene Projekte aus der Biodiversitätsforschung vor, wie zum Beispiel, alle Tier- und Pflanzenarten in Deutschland zu erfassen. Seit 2011 arbeitet ein Verbund von zwölf Institutionen mit Hilfe von sogenannten Bürgerwissenschaftlern an einer Gendatenbank, die unter anderem eine automatisierte Identifizierung von Fauna und Flora ermöglichen soll. So sollen zum Beispiel mit Hilfe eines Chips Schädlinge in der Forstwirtschaft künftig frühzeitig identifiziert werden können.

Zum Herunterladen erhalten Sie die Publikation Perspektive Erde „Artenvielfalt: Das große Sterben?“ unter: http://www.fona.de/biodiversitaet

Quelle und mehr: https://idw-online.de/de/news653518   gbr