Probleme mit MAQS® bitte melden

Die offenen Fragen verdichten sich, weitere ungünstige Meldungen über Brutschäden oder Völkerverluste nach der Anwendung mit MAQS® sind bekannt geworden. So das LAVES Institut für Bienenkunde Celle in einem weiteren Infobrief am 9. September.

Wir hatten in unserem Infobrief vom 24.06.2014 Bedenken vor einem unkritischen Einsatz dieses neu zugelassenen Varroazides geäußert und vor einem „einfach drauf los“ gewarnt“, so das LAVES. Und weiter: „In unserer Ergänzung vom 03.09.2014 haben wir auf Problemmeldungen nach Anwendung von MAQS® (Mite Away Quick Strips) bis hin zu ganzen Völkerverlusten aus verschiedenen Regionen in Deutschland hingewiesen. In der Zwischenzeit haben sich weitere Imker an uns gewandt, die nach der Anwendung von MAQS® ebenso Brut- und Bienenschädigungen bis hin zu Totalverlusten erlitten haben.

Das nehmen wir zum Anlass, diejenigen Imker und Imkerinnen, die irgendwelche Probleme bei der Anwendung von MAQS® hatten, zu bitten, dies an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und ihrem zuständigen Veterinäramt zu melden. Ein entsprechender Meldebogen des BVLs „Meldung unerwünschter Wirkungen von Tierarzneimitteln – Formblatt für Meldungen von Tierbesitzern/Tierhaltern“ steht im Internet zur Verfügung.

Auch die Firma Andermatt BioVet als Mitvertreiber des Produktes MAQS® und die Firma NOD Europa bitten um entsprechende Benachrichtigung. Die Firma ist verpflichtet, im Rahmen der Pharmakovigilanz Meldungen von unerwünschten Wirkungen oder Zwischenfällen mit dem Produkt nachzugehen. Dazu nutzen Sie bitte die folgenden Kontakte: Herr Ralph Schmidgall von BioVet und Frau Renate Wapenhensch von NOD Europa. Diese Meldungen sind wichtig und wertvoll für eventuell notwendige Produktverbesserungen oder Anpassungen von Anwendungsempfehlungen und sind ein selbstverständlicher Schritt, der einer Zulassung neuer Medikamente folgt.“

Quelle: Infobrief LAVES am 9. September 2014