Protest fiel auf fruchtbaren Boden

Anlässlich der Demo „Wir haben es satt“ am 17.1.2015 wurd der „Goldene Stachel“ des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) in diesem Jahr an den Niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, verliehen.

Manfred Hederer überreicht den „Goldenen Stachel“ an Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Weitere Personen: ein Jungimker, Klaus Ahrens AG Nord, Walter Haefeker EPBA und Thomas Radetzki Mellifera ev,
Manfred Hederer überreicht den „Goldenen Stachel“ an Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Weitere Personen: ein Jungimker, Klaus Ahrens AG Nord, Walter Haefeker EPBA und Thomas Radetzki Mellifera ev, © DBIB

Vollmundige Versprechen von den Politikern haben sich die Imker schon viele anhören müssen, aber im Fall Meyer bestand man darauf, ihn nicht nach seinen Worten sondern seinen Taten zu beurteilen. Und dies fruchtete. Der Niedersächsische Minister schaffte es in kürzester Zeit, das Nahrungsangebot für die Bienen durch mehr Blühstreifen und mehr blühende Kulturen statt Maismonokulturen zu verbessern. Die entsprechenden Fördermittel wurden kräftig aufgestockt: Die Fördermittel für Blühstreifen wurden von 540 € auf 975 € pro Hektar erhöht. Der Minister rechnet mit einer Verdopplung der Blühstreifenflächen von 10.000 auf rund 20.000 Hektar in diesem Jahr. Neu ist auch der sogenannte „Imkerbonus“ von 100 €, den der Landwirt erhält, wenn ein örtlicher Imker oder Landespflegeverband im Antrag den Blühstreifen bestätigt. Dieser Bonus fördert auch den Dialog zwischen Landwirten und Imkern, der eine notwendige Voraussetzung für die Verbesserung der Nahrungssituation für die Bienen darstellt, so Meyer.
Wichtig ist dem Landwirtschaftsminister auch die Verbesserung der Ausbildung der Landwirte bezüglich Pflanzenschutzmittel. Es sollten unabhängige Lehrer dafür eingesetzt werden und keine Vertreter der Pflanzenschutzmittelhersteller, forderte Meyer.
Auf Initiative der Vereinigung „Hannover summt“ wurden im Garten des Landwirtschaftsministeriums 2014 zwei Bienenvölker aufgestellt, von denen bereits fast 30 kg Honig geerntet und an andere Ministerien und die Mitarbeiter verteilt wurden. Das Bieneninstitut in Celle hat den Honig untersucht: hauptsächlich Lindenpollen, aber auch Götterbaum und Wilder Wein sowie weitere 26 Pollenarten wurden gefunden.

dkk