Protest gegen Pestizide in Hausgärten

Greenpeace protestierte gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln in Baumärkten, denn auch kleine Mengen von giftigen Pestiziden töten Bienen!

Mit einer spektakulären Aktion hat Greenpeace gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln in Baumärkten protestiert. In 50 deutschen Städten bauten die Aktivisten vor den Baumarkt-Filialen von Obi, Praktiker und toom einen Tatort um tote Bienen auf. Sie sprühten Bilder lebloser Bienen auf den Asphalt und markierten den Tatort mit Kreide. „Pestizide töten Bienen!“ war daneben zu lesen. „Wer Bienenkiller verkauft, ist mitverantwortlich für das Bienensterben. Wir fordern die Baumärkte auf, Pestizide sofort aus den Regalen zu nehmen“, sagte Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace.

 

Bauhaus reagiert

Das Unternehmen Bauhaus hat bereits zugesagt, ab September keine Produkte mehr zu verkaufen, in denen die drei Neonicotinoide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam, sowie die Wirkstoffe Deltamethrin und Chlorpyrifos enthalten sind. Betroffen sind zum Beispiel die Mittel Lizetan von Bayer oder Axoris von Compo. „Mit diesem ersten Schritt zeigt Bauhaus, dass sie Pestizide aus den Regalen verbannen können. Jetzt müssen Obi, Praktiker und toom nachziehen“, sagte Huxdorff. Pestizide stören den Orientierungssinn und das Gedächtnis der Bienen, die sich keine Nahrungsquellen mehr merken können und nicht mehr in den Bienenstock zurück finden, heißt es weiter. Im Ausland verzichten Gartencenter und Baumärkte – wie Homebase in Großbritannien, Migros in der Schweiz sowie Bellaflora in Österreich – bereits auf den Verkauf einiger oder sogar aller für Bienen gefährlichen Produkte.

  gbr
 

Quelle: PM Greenpeace 24.6.2013