Schweizer Bienensterben vom April ganz aufgeklärt

Nun ist auch geklärt, wie der in der Schweiz verbotene Wirkstoff Fipronil, der im April das große Bienensterben im Schweizer Raum Grosshöchstetten-Zäziwil-Mirchel verursacht hatte, in die Umwelt kam und woher er stammte. Er war beim Herstellungsprozess in Israel fälschlicherweise in ein Fungizid geraten.

In der Schweiz im Raum Grosshöchstetten-Zäziwil-Mirchel war es zu einem plötzlichen und massiven Bienensterben gekommen.

Im Juli war dann die Ursache klar, nachdem in vier untersuchten Bienenproben der betroffenen 23 Bienenstände mit 172 Völkern der Wirkstoff Fipronil gefunden worden war.

Wie verschiedene Schweizer Medien aktuell berichten, ist jetzt auch die Quelle und der Verursacher gefunden worden. Das für Bienen hochtoxische Mittel war mit einem Fungizid (Folpet) bei der Behandlung von Obstanlagen ausgebracht worden. Dort hinein war es geraten, weil die Herstellerfirma in Israel nach der Produktion eines Fipronil haltigen Pestizides, das für die USA und Brasilien bestimmt war, ihre Produktionsanlagen nicht entsprechend gereinigt hatte.

In der Schweiz gibt es jetzt eine Rückrufaktion der betroffenen und möglicherweise noch nicht ausgebrachten Chargen des Mittels Folpet. Und es soll noch geklärt werden, ob die betroffenen Imker von der Herstellerfirma eine Entschädigung erhalten – was man eigentlich als Selbstverständlichkeit erwarten würde…

js

Quellen: http://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/bienensterben-bei-zaeziwil-aufwaendige-spurensuche-loest-das-raetsel   http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Verdaechtigte-Obstbauern-entlastet/story/28372520   http://www.bluewin.ch/de/news/regional/region-bern/2014/11/10/ursache-des-bienensterbens-im-emmental-gefunden.html    https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/pflanzenschutz/bienensterben-bauern-unschuldig-19248.html