Schweizer Bienensterben vom April teilweise geklärt

Die Ursache für das große Bienensterben vom April im Schweizer Raum Grosshöchstetten-Zäziwil-Mirchel ist gefunden: Die Bienen wurden von Fipronil getötet. Unklar bleibt weiter, wo und wie dieser Wirkstoff eingesetzt wurde. Die Imker haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Das meldet der Schweizer Bienengesundheitsdienst Apiservice.

Das Bienensterben war plötzlich und stark eingetreten. Vor den Bienenkästen und auf den Flugbrettern fanden sich massenhaft tote oder sterbende erwachsene Bienen und ausgeräumte Brut. Betroffen waren 23 Bienenstände mit 172 Völkern. Nun wurde in den vier untersuchten Bienenproben der Wirkstoff Fipronil, ein hoch toxisches Bienengift, gefunden. Fipronil ist als Pflanzenschutzmittel in der Schweiz für die Anwendung in der Landwirtschaft und im Hausgarten nicht mehr zugelassen. Die Untersuchungen der Kantonspolizei sind noch im Gange.

Quelle und mehr:
http://www.lid.ch/fileadmin/user_upload/lid/Pressecorner/2014/20140725_Apiservice_Bienenvergiftung.pdf

Bereits im Jahr 2013 hat Greenpeace Verbotsforderungen der Neonicotinoide, zu denen auch Fipronil zählt, erhoben und begründet.

In der EU darf das von der BASF hergestellte Fipronil ab 2104 endlich nicht mehr zur Behandlung von Mais- und Sonnenblumen-Saatgut verwendet werden. Das hat die EFSA, die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit verfügt.

Gegen dieses Verbot hat der weltgrößte Chemiekonzern BASF Klage beim Gericht der Europäischen Union eingereicht.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat das Inverkehrbringen des Pflanzenschutzmittels Fipronil für eine begrenzte und kontrollierte Verwendung von maximal 120 Tagen zulassen.        gbr