Schweizerischer Bauernverband: Bienensterben nicht mehr weiter hinnehmbar!

Auch in der Schweiz sterben viele Bienenvölker. Die Ursachen sind vielfältig: Es kann das veränderte Klima sein, mangelndes Futter in der Natur sowie Krankheiten oder Parasiten wie die Varroa. Gewisse Insektizide können den Bienen schaden. Unter Verdacht stehen Mittel zur Saatgutbeizung (Neonicotinoide), in Kleinstmengen die Abwehrkraft der Bienen zu schwächen. Deshalb wird ihr Verbot gefordert.

Der Landwirtschaft liegt viel an den Bienen. Viele Bauern sind selbst Imker. Mit vorschnellen Verboten von Pflanzenschutzmitteln ist aber nichts gewonnen – im Gegenteil: Durch das Ausweichen auf andere Produkte kann sich der gewünschte Effekt sogar ins Gegenteil kehren, insbesondere, wenn diese oberflächlich angewendet werden, statt mit der Beizung in den Boden zu gelangen.

Die Förderung der Bienengesundheit muss umfassend angegangen werden. Ein nationaler Maßnahmenplan soll sich der Bienen und ihrer Gesundheit annehmen. Die Forschung ist dazu mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen auszustatten. Langfristig soll der Pflanzenschutzmitteleinsatz auf das Nötige beschränkt und wo immer möglich reduziert werden. Denn unterdessen sollten alle wissen: Bees are more than honey!

Gemeinsame Medienmitteilung vom Schweizerischen Bauernverband, apisuisse und Agroscope am 10. Juni 2013 (gekürzt)   gbr