Startschuss für die Initiative „Bienen füttern“

Am 23. April 2015 hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Peter Bleser gemeinsam mit dem Deutschen Imkerbund und den Branchenverbänden den Auftakt der bundesweiten Informationskampagne „Bienen füttern“ bekannt gegeben. Informationsmaterialien des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Deutschen Imkerbundes zur Förderung von Wild- und Honigbienen werden in über 500 Baumärkten, Gartencentern und Einzelhandelsgärtnereien in der gesamten Bundesrepublik verteilt.

Fototermin zur Initiative „Bienen füttern" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Fototermin zur Initiative „Bienen füttern“ im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft © Catrin Hahn

Im Hof des Berliner Sitzes des Landwirtschaftsministeriums wurde die Initiative, die schon vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde, Pressevertretern vorgestellt. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Bedeutung der Bienen zu sensibilisieren, Ängste zu nehmen und mehr bienenfreundliche Blühpflanzen auf Balkone, Terrassen oder in die Gärten zu bringen, erklärten unisono Staatssekretär Peter Bleser, D.I.B.-Präsident Peter Maske, Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbands Gartenbau e.V., und Johannes Welsch, der Geschäftsführer des Industrieverbands Garten e.V.

Gleichzeitig solle aber auch der Einsatz von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln verringert werden und Käufer in Bau- und Gartenmärkten besser über alternative Möglichkeiten informiert werden.
Die Verbände hätten sich zudem darauf verständigt, den Produzenten von Jung- und Zierpflanzen zu empfehlen, ab dem 1. Januar 2016 auf den Einsatz von sieben Insektizid-Wirkstoffen zu verzichten. Ferner sprechen sie sich dafür aus, den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln mit bienengefährlichen B1-Wirkstoffen an den Endverbraucher einzustellen. Bereits seit Anfang dieses Jahres würden solche Mittel in Baumärkten nicht mehr zum Verkauf angeboten.

Auf jeden Fall eine begrüßenswerte Initiative, wenngleich die größeren Probleme mit Pflanzenschutzmitteln und Nahrungsarmut für die Bienen zweifellos in der Agrarlandschaft liegen.   Kerstin Neumann

Siehe dazu auch den Blog-Beitrag von Mellifera e.V.