Teilverbot von Neonicotinoiden in Europa gefordert

Initiative von Guido Wolf, Landtagspräsident von Baden-Württemberg, und Ekkehard Hülsmann, Präsident des Landesverbandes Badischer Imker e.V.


Der Antrag von EU-Kommissar Tonio Borg auf ein Teilverbot von drei potenziell bienengiftigen Beizmitteln aus der Gruppe der Neonicotinoide ist am 15. März gescheitert. Deutschland hatte sich der Stimme enthalten.
Guido Wolf hat deshalb auf dem Badischen Imkertag am 17. März seine Unterstützung angekündigt, sich mit dem LV Badischer Imker bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür einzusetzen, dass Deutschland im Berufungsausschuss für das Teilverbot von Neonicotinoiden stimmt. „Wohlwissend um die widerstreitenden Interessen, die hier aufeinander treffen und seitens der Pflanzenzüchterverbände geltend gemacht werden, möchte ich mich dafür stark machen, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dem Schutz der Bienen dienend ausgestaltet werden“, so Wolf in seinem Schreiben an die Bundeskanzlerin vom 10. April 2013. Imkerpräsident Hülsmann fügt dazu an: „Als Folge der Vergiftungen in der Oberrheinischen Tiefebene ruhen seit 2008 die Zulassungen in einigen Bereichen. Das allein aber ist zu wenig!“
Als kleines Zeichen der Verbundenheit übersandten die beiden Präsidenten der Kanzlerin Schwarzwälder Tannenhonig als besonders begehrte Gaumenfreude aus Baden-Württemberg. js