Thüringer Bauern und Imker kooperieren

Die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft ist gegründet. Auf das Wissen kommt es ihr an, und auf Artenvielfalt, den Schutz von Bienen und Wildinsekten und die Sicherung der Erträge in der Landwirtschaft.

Kornblumen Leuchtenburg
Kornblumen Leuchtenburg

Bereits in der Vergangenheit pflegten Thüringer Bauern und Imker bei verschiedensten Projekten einen guten Austausch miteinander. Diese Zusammenarbeit fand in der Mitgliedschaft des Landesverbandes Thüringer Imker e.V. (LVThI) im Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) ihr Echo. Die Zusammenarbeit stärken, positive Entwicklungen gemeinsam gestalten und Herausforderungen rund um die Imkerei und die Landwirtschaft lösen, sind in einem weiteren Kooperationsschritt mit der Gründung der „Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft“ (ThAGIL) der gemeinsam erklärte Wille der Unterzeichner. Neben dem LVThI und dem TBV ist auch der Berufs- und Erwerbsimkerbund Teil der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft.

Ziel der ThAGIL ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten in Thüringen zum Schutz von Bienen sowie Wildinsekten und damit zur Sicherung und Steigerung der Erträge in der Landwirtschaft sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt weiter zu verbessern. Bereits zur Unterzeichnung der Gründungsurkunde der ThAGIL, im Rahmen der heutigen TBV-Präsidiumssitzung im Deutschen Bienenmuseum Weimar, zeigte sich, dass an gemeinsamen Themen und Ideen kein Mangel herrscht. Die Öffentlichkeitsarbeit zum Bienen- und Insektenschutz hat sich dabei als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. Weiterhin wurde über einen Kriterienkatalog diskutiert, mit dessen Hilfe Betriebe für ihr Engagement beim Bienenschutz ausgezeichnet werden können.

Damit sich Landwirte die Auszeichnung „Betrieb der vorbildlichen Landbewirtschaftung zum Schutz von Bienen und Wildinsekten“ auch verdienen können, steht an erster Stelle jedoch die notwendige Wissensvermittlung. Auf das Wissen kommt es an. So sollen zum Beispiel Handreichungen zum Bienen- und Insektenschutz bei Pflanzenschutzmaßnahmen erarbeitet werden und der Bienen- und Insektenschutz allgemein in die Bildung integriert werden. Dazu gehören die Fortbildung „Sachkunde Pflanzenschutz“, die Lehrlingsausbildung zum Landwirt, die Fachschul- und Meisterausbildung sowie die Nutzung eines Lehrbienenstandes für die Ausbildung sowie gemeinsame jährliche Beratungen zwischen Imkern und Bauern zum Thema des praktischen Bienenschutzes.   PM vom 15. Juni 2016, Katja Förster