Unfall: Zehn Honigfässer geplatzt

Schon geht der Polizeibericht zum Honigunfall durch die internationale Presse. Die Folgen für Bienen und Imker vor Ort sind ganz erheblich.

  „Nach bisherigen Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass am Dienstag, 13.08.2013, 23.36 Uhr, ein Pkw (…) aus der Zufahrt zum Industriepark Mendig auf die B 262 in Richtung Autobahn A 61 einbog, dessen Fahrer das Rotlicht der Ampelanlage missachtete.

Ein 33-jähriger rumänischer Lkw-Fahrer, der mit seinem in Spanien zugelassenen Sattelzug, von Mayen kommend, bei grün zeigender Ampel in Richtung Autobahnauffahrt Mendig unterwegs war, musste eine Vollbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Hierdurch wurde die Ladung instabil, die aus Metallfässern bestand, in denen Honig abgefüllt war. Zehn der Fässer durchbrachen die Seitenwand des Sattelaufliegers und fielen auf die Fahrbahn, wo sie aufplatzen. Durch 2.000 Liter auslaufenden Honig wurde die komplette Fahrbahn in diesem Bereich unpassierbar und musste bis 05.25 Uhr gesperrt werden. Erst dann waren die Aufräumarbeiten abgeschlossen.“   Quelle: Pressemeldung Polizeipräsidium Koblenz am 14.8.2013, 08:48 Uhr Foto Copyright: Polizeipräsidium Koblenz     Weitere Informationen und Fotos veröffentlichte der Wochenspiegel am 14.08.13

Aktuelle Ergänzungen am 21.08.2013:   Wie das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen uns auf Nachfrage am 20. August mitteilt, hat das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die Entsorgung der "kritischen" Honigreste veranlasst. Der Unglückslaster wurde zur Entladung/Säuberung in eine (hoffentlich) bienendichte Halle verbracht. Nach Auskunft des zuständigen Leiters des Kreisveterinäramtes in Koblenz, Dr. Rudolf Schneider, sollen die Honigreste via Biogasanlage entsorgt werden.

Der zuständige BSV hat im Auftrag der Kreisverwaltung unmittelbar Honigproben genommen, die am Freitag in Mayen in Kultur angelegt wurden und Ende dieser Woche ausgewertet werden. Sollten die Honigproben AFB-positiv sein, werden zahlreiche Bienenstände der Umgebung untersucht, bzw. ein entsprechendes Beobachtungsgebiet eingerichtet. Alle Maßnahmen zur Schadensbegrenzung laufen, die Koordination der Stellen funktioniert. Es bleibt zu hoffen, dass es mit dem Tod der an der Unfallstelle im Honig-Sumpf umgekommenen Bienen sein Bewenden hat; dies sind immerhin einige zigtausende.