Unser gefährlichstes Tier: die Zecke

Die zunehmend milden Winter lassen Zecken ganzjährig aktiv bleiben. Es gibt jetzt schon neue Erkrankungen, meldet das Robert-Koch-Institut.

  Imker aufgepasst! Der Winter 2013/14 ist ein wahrer Zeckenwinter, berichten Wissenschaftler im Vorfeld des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses (ab 17. März) an der Universität Hohenheim. Für eine neue Studie über Zeckenhäufigkeit in Gärten und wie man sie reduziert, sucht Parasitologin Prof. Dr. Ute Mackenstedt Gartenbesitzer, die ihr Grundstück für Untersuchungen zur Verfügung stellen.     Bislang hielten die achtbeinigen Blutsauger wenigstens von November bis Ende Februar Winterruhe. Gewöhnlich werden sie erst ab ca. 5 bis 7 Grad Celsius aktiv. Doch der Klimawandel und die zunehmend milden Winter machen die Zecke immer mehr zum ganzjährig aktiven Tier.   Insgesamt können Zecken über 50 verschiedene Krankheiten übertragen. Die häufigsten davon sind die Hirnhautentzündung (FSME) und die entzündliche Borreliose, berichtete Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé, Chefärztin der Neurologischen Klinik des Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main. „So gesehen bleibt die Zecke weiterhin das gefährlichste Tier Deutschlands.“     Bester Schutz sei den Zeckenstich zu vermeiden. Gute Methoden seien helle und geschlossene Kleidung zu tragen und sich nach Aufenthalten in der Natur gründlich abzusuchen. „Die Zecken sollten möglichst rasch, zum Beispiel mit einer Pinzette oder Zeckenkarte, entfernt werden. Dies ist vor allem für die Übertragung der Borreliose bedeutsam, da hier das Risiko umso höher ist, je länger die Zecke saugt.“     Programm, Termine, viele Informationen: http://idw-online.de/de/news577393     gbr