US-Winterverluste der Bienen 23,1%

Im Winter 2014/2015 verloren die US-Imker 23,1% ihrer Bienenvölker, ähnlich zum Vorjahr mit 23,7%. Die durchschnittlichen Winterverluste der letzten neun Jahre betrugen 28,7% aus, der aktuelle Wert liegt also günstiger. Ermittelt wurden auch die Bienenverluste eines ganzen Jahres. Erschreckend: Vom 1. April 2014 zum 1. April 2015 starben 42,1% der US-Bienenvölker.

US-Winterverluste 2006 bis 2015
US-Winterverluste 2006 bis 2015 © Bee Informed Team

Die Auswertung der landesweiten Befragung wurde von mehreren Universitäten und Einrichtungen des US-Landwirtschaftsministeriums wie auch der staatlichen Bienenfachberater vorgenommen. Insgesamt hatten 6.128 Imkereien die Umfrage beantwortet. Sie halten rund 400.000 Bienenvölker, das entspricht einem Anteil von 14,5% an den insgesamt 2,74 Millionen US-Bienenvölkern. Für akzeptabel hätten zwei Drittel der Imkereien einen Verlustwert von 18,7% gehalten.

Die Sommerverluste (April bis Oktober) erreichten im vergangenen Jahr den zweithöchsten Wert seit Beginn der Ermittlungen. Auffällig dabei: Die großen US-Imkereien haben höhere Sommerverluste als Winterverluste, während es sich bei den kleinen Imkereien genau umgekehrt verhält. Dies könnte mit der intensiven industrialisierten Nutzung der Bienen durch die Wanderbewegungen der Imkereien in Monokulturen korrespondieren.

Die Verteilung der ganzjährigen Verluste über die gesamten Vereinigten Staaten ist sehr unterschiedlich. Während Hawaii mit 14% den niedrigsten Wert verzeichnet, erreichen die höchsten Werte mit über 60% Bienenverlusten solche Bundesstaaten wie Oklahoma, Iowa, Illinois, Wisconsin oder Pennsylvania.

gbr

Quelle: http://beeinformed.org/2015/05/colony-loss-2014-2015-preliminary-results/