US-Winterverluste der Bienen weiter hoch

Den Winter 2013/2014 überlebten 23,2% der US-Bienenvölker nicht. So das Ergebnis der landesweiten Befragung, an der sich siebentausend Imker beteiligt hatten. Sie halten weit über eine halbe Million Bienenvölker von insgesamt 2,6 Millionen US-Bienenvölkern.

US-Winterverluste (Rot). In Blau von Imkern als normal akzeptierte Werte.
US-Winterverluste (Rot). In Blau von Imkern als normal akzeptierte Werte. © Bee Informed Team

Die nunmehr achte Folge der jährlichen Erfassung der Winterbienenverluste zeigt zwar ein leicht verbessertes Ergebnis, lässt aber nicht aufatmen. Die US-Bienen bleiben weiter in der Krise. Ein Winterverlust von einem Drittel bis einem Viertel aller US-Bienen sei zwar nicht hinnehmbar, erklären Wissenschaftler wie Jeff Pettis oder Dennis vanEngelsdorp immer wieder. Gleichwohl bleiben die Jahreszahlen der Verlustraten hoch, sie liegen im Mittel der letzten acht Jahre bei 29,6%.

Die Befragten geben an, dass sie in diesem Winter eine Verlustrate von 18,9% für akzeptabel hielten. Diese Angabe dürfte den ganz großen Imkern geschuldet sein, die mit Tausenden von Bienenvölkern operieren und in den riesigen US-Plantagen oft Verluste von 50% und mehr hinnehmen müssen. Zum Vergleich: Die deutschen Winterverluste 2013/2014 sind gerade mit 9,1% ausgewertet worden! Allerdings, wie viele wissen, bei völlig unterschiedlichen Strukturen der Imkereien in den USA und Deutschland.     Die US-Analyse ist ausdrücklich vorläufig und wird noch durch eine detaillierte Auswertung abgelöst werden. An ihr sind zwölf US-Universitäten beteiligt, neben den staatlichen US-Bienenberatern und dem US-Landwirtschaftsministerium US-DA.     Quelle: http://beeinformed.org/2014/05/colony-loss-2013-2014/     gbr