Varroa-App für Bayerns Bienen

Bayerns Imker können bei ihrem Kampf gegen die Varroamilbe in Zukunft auch eine neue Smartphone-Anwendung zu Hilfe nehmen. Bis Ende 2017 soll die App kostenlos zur Verfügung stehen.

Gilbert Brockmann
Gilbert Brockmann

Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, entwickeln die Fachleute an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten  in Triesdorf derzeit gemeinsam mit dem Fachzentrum Bienen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie dem Institut für Biotechnologie und Bioinformatik der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eine neue „Varro-App“. Die kostenfreie Anwendung soll bis Ende 2017 zur Verfügung stehen und den Imkern dabei helfen, den optimalen Zeitpunkt für die jährlich notwendige Behandlung ihrer Bienenvölker gegen den gefährlichen Parasitenbefall zu ermitteln. „Wir wollen unseren Imkern damit ein modernes, effektives und leicht zu bedienendes Hilfsmittel an die Hand geben, um den Kampf gegen die Varroamilbe zu erleichtern“, sagte Brunner. Denn die Milbe sorgt immer noch regelmäßig für erhebliche Verluste auf den Bienenständen. Die rund 33 800 bayerischen Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt etwa sieben Bienenvölker.

Da die Varroa-Bekämpfung stark von Umwelteinflüssen wie dem Wetter abhängig ist, kann sie nur zu bestimmten Zeiten erfolgreich durchgeführt werden. Zusätzlich wird sie durch Resistenzen und Re-Invasionen erschwert. Mit der neuen App sollen die von örtlichen Imkern eingegebenen regionalen Daten des aktuellen durchschnittlichen Varroabefalls in Bayern mit bereits bestehenden Informationen zu Wetter oder Gewichtsentwicklung der Bienenvölker aus internetbasierten Anwendungen wie „Varroawetter“ und „TrachtNet“ kombiniert werden. „Damit können die bayerischen Imker dann auf ihre Region zugeschnittene Handlungsempfehlungen abrufen“, so Brunner. Die Neuentwicklung wird vom Landwirtschaftsministerium mit 70 000 Euro gefördert, der Bezirk Mittelfranken trägt die restlichen Kosten von rund 105 000 Euro.gbr

Weitere Informationen sind im Internet unter www.triesdorf.de zu finden.

Quelle: PM vom 15.8.2016, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München                                                                                          E-Mail: presse@stmelf.bayern.de