Von Alpensalamander bis Zauneidechse

Ein erster Online-Atlas gibt einen aktuellen Überblick zur Verbreitung von Amphibien und Reptilien in Deutschland. Ausgewertet wurden rund 600.000 Einzeldatensätze für 33 heimische sowie 14 eingeschleppte Amphibien- und Reptilienarten.

Ringelnatter Natrix natrix im Saarland
Ringelnatter Natrix natrix im Saarland © Gilbert Brockmann

Das ist das Ergebnis eines Projektes, das die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt hat. „Mit dem Online-Atlas steht nun eine umfassende und wichtige Datenbasis zur Verfügung, mit der Artenhilfsmaßnahmen gezielt entwickelt und durchgeführt werden können“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). „Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass der Naturschutz auf das Ehrenamt angewiesen ist. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz von Artenkennerinnen und Artenkennern gäbe es diesen Online-Atlas sicherlich nicht in der vorliegenden Form.“         Zu den sehr häufigen Arten zählen bei den Amphibien die Erdkröte und der Grasfrosch, bei den Reptilien Blindschleiche, Waldeidechse und Zauneidechse. Sehr selten ist bei den Amphibien der Alpensalamander, der seinem Namen entsprechend tatsächlich nur im Alpengebiet vorkommt. Bei den Reptilien sind fast die Hälfte der 13 Arten extrem selten, beispielsweise die Europäische Sumpfschildkröte, die Würfelnatter und die Aspisviper.     Internet: http://www.feldherpetologie.de/atlas     Quelle: PM des BfN am 27.8.2015 https://www.bfn.de/

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