Wachsmotte bricht Rekord

Welches Lebewesen kann die höchste Frequenz von Tönen hören? Es ist die bei Imkern gut bekannte Große Wachsmotte Galleria mellonella. Diese Motten zerfressen den Bienenvölkern entnommene Waben bei der Lagerung. Deshalb werden die Motten von Imkern bekämpft. Besser noch ist das rechtzeitige Einschmelzen ausgedienter bebrüteter Waben.  Die natürlichen Feinde der Großen Wachsmotten sind aber die Fledermäuse. Diese orten Wachsmotten mit Hilfe des Echos von Ultraschalltönen. Dabei stoßen sie Laute aus im Frequenzbereich bis zu 200 Kilohertz. Wir Menschen nehmen meist nur Frequenzen zwischen 16 Hz und 18 kHz wahr. Dass die Großen Wachsmotten das Echolot der Fledermäuse gut hören und sich darauf einstellen können, haben nun britische Forscher herausgefunden.   James Windmill, Akustikingenieur an der Universität von Strathclyde, und Hannah Moir, Bioakustikerin der Universität in Leeds, spielten festgehaltenen Wachsmotten unterschiedliche Töne vor. Mit Hilfe eines Lasers maßen sie die Vibrationen auf dem Trommelfell der Motten, und Elektroden registrierten die Reaktionen der Hörnerven.  Die stärkste Reaktion gab es bei 80 Kilohertz, der Frequenz der eigenen Balzlaute. Aber das Hörvermögen reichte bis für uns unvorstellbare 300 Kilohertz. Das ist das Doppelte der bisher bekannten Höchstmarke, die dem Schwammspinner Lymantria dispar zugeschrieben wurde.     Nun wollen die Forscher herausfinden, wie die Ohren der Wachsmotten zu solchen Höchstleistungen kommen können, obwohl sie so einfach, aus einem Trommelfell und vier Hörzellen, gebaut sind. Der Forscher James Windmill: „Als Ingenieure reißen wir uns natürlich darum, eine künstliche Version des Wachsmottenohrs zu schaffen. Wir arbeiten daran, we are working on it.“   gbr   Quelle vom 8. Mai 2013: http://www.nature.com/news/moth-smashes-ultrasound-hearing-records-1.12941#/ref-link-1