Weiter Streit um Genpollen in Honig

Was drin ist, muss auch drauf stehen. Besonders beim Honig. Von dieser Regel will die EU-Kommission abweichen, wenn es um Pollen aus gentechnisch veränderten (GVO) Pflanzen geht. Der soll nach der neuen EU-Honig-Richtlinie nicht gekennzeichnet werden müssen.

Dagegen wehren sich Imker, unterstützt von Politikern. Auch im aktuellen Koalitionsvertrag 2013 für die nächste Bundesregierung steht: „Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an“. Der Europäische Gerichtshof hatte 2011 entschieden, dass mit Pollen kontaminierter Honig nach der EU-Gesetzgebung gekennzeichnet werden muss.
  Der Europa-Abgeordnete Martin Häusling: „Weil die EU-Mitgliedstaaten Honig aus Ländern importieren, der aus GVO-Pflanzen hergestellt wird, und auch bereits in Spanien und Rumänien der Anbau von GVO-Mais zugelassen wurde, wird in den Regalen unserer Geschäfte vermehrt Honig mit GVO-Pollen auftauchen.“ Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat nun die Interessen der Verbraucher, Imker und Bienen gestärkt und sich am 28.11.2013 mit knapper Mehrheit gegen die EU-Kommission gestellt.   Häusling: „Honig, der GVO-Pollen enthält, muss auch als solcher gekennzeichnet werden, um den Verbrauchern und den Imkern Sicherheit zu geben. Die Kommission sollte dementsprechende Gesetzentwürfe für Europa vorlegen.“     gbr     Quelle: PM Martin Häusling, MdEP, vom 28.11.2013