Wie Bienen sicher landen

Wer fliegt, muss auch wieder landen. Für Insekten nicht immer einfach. Wie können sie die Landesituation auf einer Blüte einschätzen? Zur Landung müssen sie ja ihre Geschwindigkeit zurücknehmen, bis gegen Null, bis zum sogenannten Touch-down.

  Das Verhalten haben Forscher um Emily Baird von der Universität im schwedischen Lund untersucht. Bekannt ist, dass sich Bienen im Flug an Landmarken orientieren. Sie können so ihre Lage und Geschwindigkeit einschätzen. Das hilft auch bei einer Landung auf einer glatten waagerechten Fläche. Die Bienen erkennen, wie schnell sie sich einem Ziel nähern und verlangsamen ihre Geschwindigkeit dementsprechend.     Bei zerklüfteten und senkrechten Landeplätzen wird es für die Bienen schwieriger. Nun müssen sie viele Signale verarbeiten, bei reduzierter Geschwindigkeit. Die Annäherung dauert länger. Die Forscher haben zahlreiche Flüge auf Unterlagen, die sie ständig verändert haben, analysiert. Je näher die Bienen dem Ziel kamen, desto kontrollierter langsam flogen sie. Die Forscher haben aus ihren Beobachtungen ein mathematisches Modell der Landestrategie der Bienen entwickelt. Dieses gilt allgemein und kann auch bei Flugrobotern zur Steuerung ihres Landeverhaltens dienen.     gbr   Quelle: http://www.pnas.org/content/early/2013/10/23/1314311110