Wohin geht die EU-Agrarreform?

  Das fragt voller Sorge der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) in einer aktuellen Pressemitteilung. Die EU-Kommission will nämlich in den gerade laufenden Verhandlungen die Aufwendungen für den Ökolandbau in Deutschland um 20% kürzen. „Mit dem Geld der Agrarpolitik müssen Landwirte doch für solche Leistungen entlohnt werden, die sie für die Gesellschaft erbringen, die ihnen aber vom Markt nicht bezahlt werden“, meint der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein. Wenn der Ökologische Landbau nicht stärker gefördert werde, dann werde nicht nur die Chance verpasst, die Landwirtschaft umzugestalten, um Biodiversität zu erhalten, Treibhausgase zu mindern oder natürliche Ressourcen zu schonen. Die Politik verspiele auch die Akzeptanz der europäischen Steuerzahler, weiter Geld in die Landwirtschaft zu investieren, warnt Felix Prinz zu Löwenstein. Die Zeit zum Protest drängt, denn Ende Juni sollen die Verhandlungen, der Trilog, zwischen Rat, Kommission und Parlament der Europäischen Union abgeschlossen werden.   gbr    Wer oder was ist der BÖWL?