Das aktuelle Heft – bienen&natur 10/2017

Einige Gedanken zu den Themen des Oktoberhefts, um Ihnen Appetit auf die Lektüre zu machen!  

Ohne Zweifel liegt der Schwerpunkt dieser Ausgabe auf dem Bienenwachs. Bienen erzeugen es, Imker brauchen es für ihre Bienen. Wachs ist schutzlos, man vertraut seinem Wachskreislauf, sei es über den Neukauf von Mittelwänden oder dass ein Umarbeiter genau aus dem eingeschmolzenen Wachs die eigenen Mittelwände gießt und zurückliefert. Dass mit dem Wachs nicht alles stimmt, wurde immer mal gelegentlich, zur Zeit aber massiv laut. Der Imkerboom hat die Nachfrage vergrößert, kann die Qualität des Wachses dabei Schritt halten? Wo kommt denn die wundersame Vermehrung her? Eine umfassende Betrachtung hat Dr. Wolfgang Ritter angestellt, dabei auch als Quellen unsere früheren Artikel mit einbezogen. Als besonderen Service finden Sie alle diese Beiträge auf unserer Hompepage von bienen&natur http://www.bienenundnatur.de/Fachthemen. Bitte lesen Sie die umfangreiche Darstellung Dr. Ritters im Heft auf den Seiten 10 – 16.

Schon geht es für unsere Monatsbetrachterin Erika Mayr in den Goldenen Oktober. An warmen Herbsttagen fliegen ihre Bienen noch aus und sammeln an Efeu. Ab Anfang Oktober hat sie den nächtlichen Temperaturverlauf im Blick. Denn bald kann es zu Nachtfrösten kommen, dem Signal für die Königin das Stiften einzustellen. Für den Imker das Signal an die OS-Behandlung zu denken und sie vorzubereiten, bis die Völker brutfrei sind. Und wenn Sie mal eine Liebeserklärung sehen wollen, schauen Sie bitte auf das Ende ihres Beitrags, denn dort schreibt Erika Mayr: „Es sind nicht nur die Natur und die Landwirtschaft, die Bienen brauchen, es sind auch wir Menschen. Ich jedenfalls möchte ohne Bienen nicht mehr leben.“ Man kann es kaum schöner sagen! Bitte lesen Sie die S. 4 – 7.

Die Süße des Lebens, so lässt sich die Imkerei der dänischen Kollegen Lars Fischer und Zofuz Knudsen charakterisieren. Sie halten ihre Bienen nämlich in einem Mehrgenerationenprojekt mit 50 Bewohnern auf der dänischen Insel Fünen. Wenn dann die beiden Imker wieder einmal eine Auszeichnung für ihren Honig wie zum Beispiel von der Apimondia erhalten haben, schmeckt die Süße doppelt. Der Honig mundet und alle sind stolz auf ihre Jungs! Beitrag S. 41 – 43.

Internationales Wettfliegen heißt der Artikel von Andreas Wolf aus Frankfurt und Erika Mayr aus Berlin. Sie haben auf dem Dach des Museums für Moderne Kunst MMK in Frankfurt ein Bienenwettfliegen mit farbig markierten Bienen ausgerichtet, unter den Augen zahlreicher Beobachter und Medien. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit war das und Gelegenheit für internationale Imker sich kennenzulernen. Sogar von den polnischen Waldzeidlern war ein Vertreter dabei, aber auch die weithin bekannte Nicola Bradbear, die unermüdliche Entwicklungshelferin, bitte lesen Sie nach auf Seite 34.

Der Artenschwund ist nicht zu leugnen und schwer aufzuhalten, konstatiert Dr. Claudia Garrido in ihrem Beitrag über ein Insektensterben. Sie schreibt: „Auch wenn es einige Leugner gibt, die das Problem nicht wahrhaben wollen, der Insektenschwund ist gut dokumentiert und bestimmt nicht harmlos. Weniger eindeutig sind die Ursachen, auch weil die Situation komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag.“ Bitte lesen Sie den Beitrag auf S. 21 – 23.

Nachdem Prof. Thomas Seeley in der September-Ausgabe einige Unterschiede der Lebensbedingungen von wild lebenden und imkerlich betreuten Völkern aufgezeigt hat, erläutert er im dritten und letzten Teil, wie man beim Imkern Bedingungen schaffen kann, die jenen von wild lebenden Völkern nahekommen. Dafür hat er den Begriff „Darwinistische Bienenhaltung“ geprägt. Ein Beitrag zur Debatte! Bitte lesen Sie S. 18 – 20.

Mit vielen weiteren interessanten Artikeln und Informationen im Oktoberheft bleibt uns jetzt nur noch Ihnen viel Freude bei der Lektüre zu wünschen.

Ihre Redaktion.

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