August von Berlepsch: Bienenzucht

August von Berlepsch
Heel Verlag Königswinter 2010
Nachdruck der Ausgabe von 1917
mit 46 Abbildungen, 192 Seiten gebunden
ISBN 978-3-86852-351-5
Preis 16,95 Euro

Im Jahr 1875 veröffentlichten Baron August von Berlepsch und sein Freund Wilhelm Vogel ihr Werk „Bienenzucht nach ihrem jetzigen rationellen Standpunkte“. Der „Bienenbaron“ nannte dieses Buch nach einem Schlaganfall 1869 seinen „Schwanengesang“. Es ist das meistvertriebene Werk von Berlepschs, das in acht Auflagen von 1875 bis 1930 erschien. Der hier vorgelegte Reprint der sechsten Auflage von 1917, seinerzeit bearbeitet von Eduard Knoke, spiegelt den Stand des Wissens und der Technik in der Imkerei der 1920er Jahre wider. Die Autoren beschreiben die Klotzbeute, verschiedene Strohkorbtypen, bis hin zu den damals modernen Beuten von Dathe, Alberti und Gerstung, auch die davor so beliebten Mehrfachbeuten. So wird die Entwicklung des Rähmchens durch von Berlepsch für Deutschland ebenso geschildert wie auch das Szenario des Importes verschiedenster Bienenrassen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, das zu dem Rassengemisch und der Verdrängung der Mellifera-Biene in Deutschland führte. Der Einfluss Knokes wird durch die Auflistung und Beschreibung von Gegenständen aus der Lüneburger Heideimkerei deutlich. Das Buch bringt nicht nur die Bienenwirtschaft zwischen 1850 und 1920 nahe, sondern ist auch in manchen Punkten noch heute aktuell.
Andreas Le Claire
a.le-claire@gmx.net