Das Leben der Bienen

Maurice Maeterlinck
233 Seiten, gebunden,
Unions-Verlag Zürich,
Preis: 19,90 Euro

Ein Buch zum Staunen: Wie schafft es ein Opern-Komponist, Lyriker und Rechtsgelehrter, so über Bienen zu schreiben, dass man es auch noch über 100 Jahre später mit Vergnügen lesen kann? „Das Leben der Bienen“ ist kein Fachbuch für Imker, und doch hat der Bienenzüchter Maeterlinck seine Bienen genau beobachtet und studiert. Fast alles, was er über Bienen herausfand, ist bis auf den heutigen Tag gültig. So ist die Frage nach dem Geist, der den Bienenstaat lenkt und zum Schwärmen bringt, eigentlich eine Frage der Imker-Praxis, bei Maeterlinck aber Anlass zu Betrachtungen über die Natur und das Wesen des Bienenstaates. Naturphilosophie eben, geschrieben zu Beginn des 20. Jahrhunderts in schöner Sprache, gut lesbar, da meisterhaft übersetzt. Kenner der Bienen-Literatur haben lange auf eine Neuauflage warten müssen, der Unions-Verlag hat den Band mit Nachwort und Informationen zu Maeterlinck und seinem Werk neu aufgelegt und damit eine Lücke gefüllt.
Werner Bader, bienen.web@t-online.de