01/2010: Welches Holz eignet sich zum Beutenbau?

Frage:
Irgendwo hatte ich gelesen, dass es eine spezielle Baumart gibt, deren Holz sich zum Bau von Bienenbehausungen eignet. Es soll Sägereien mit speziellen Angeboten für Imker geben. Wie heißt dieses Holz? Wo bekomme ich es?
Roger Depuydt,
Vlieguit 10, B-9830 St. Martens-Latem,
depuydt.roger@skynet.be

Antwort:
Sie meinen sicher die Weymouthskiefer. Diese war vor 100 bis 150 Jahren einmal ganz große Mode, und die Vorräte dürften bald einmal knapp werden. Heute freuen sich hauptsächlich die Imker über diesen Baum, denn er liefert eines der leichtesten Hölzer unserer Wälder. Das gilt allerdings nur für astfreie Ware und Bretter, die nicht aus dem sehr harzigen Wurzelbereich stammen. Da die Äste bei der Weymouthskiefer immer in einer Höhe angeordnet sind, lassen sie sich gut heraussägen. Allerdings gibt das sehr teuere Bienenkisten, weshalb meist der gesamte Stamm verwendet wird.
Weymouthskieferholz ist recht weich und lässt sich gut verarbeiten – selbst mit den Ästen, die meist fest mit dem Holz verwachsen sind und nicht herausfallen. Alternativ kann man auch Tannen- oder Fichtenholz verwenden. Diese zählen zu den mittelschweren Hölzern, können aber gut mit nicht entasteter Weymouthskiefer konkurrieren. Eine Alternative wäre noch Pappelholz, das aber von seiner Bearbeitbarkeit und Wetterfestigkeit nicht mit den Nadelhölzern mithalten kann! Eine detaillierte Aufstellung der Eigenschaften von verschiedenen Holzarten gibt es auf:
http://wdb.ebb1.arch.tu-muenchen.de/holz.php.
Falls Sie Weymouthskieferholz in Ihrer Region nicht erhalten, gibt es in unseren Imkerfachzeitschriften oder auch im Internet entsprechende Angebote.
Armin Spürgin, Fachberater für Imkerei