02/2013: Wie kann man Futterwaben lagern?

Frage: 2012 war es bei uns bereits Anfang/Mitte März warm genug, und Haselnüsse und Weiden boten erste Tracht. Die Bienen trugen so frühzeitig nicht nur Pollen, sondern auch Nektar ein. Bei einigen Völkern fand ich beim Aufsetzen des Honigraumes Waben mit verdeckeltem Winterfutter und frischem Nektar. Diese habe ich entnommen, um sie später bei der Ablegerbildung einzusetzen.
Im letzten Jahr konnte ich zwar nichts feststellen, aber besteht nicht die Gefahr, dass der frische Nektar darin schon anfängt zu gären? Wie sollte man die Waben bis Mitte Mai/Juni aufheben?
Karin Schmidt, 97789 Oberleichtersbach

Antwort: Bei kühler, aber luftiger Lagerung und möglichst trocken, nicht im warmen Haus, besteht in so kurzer Zeit wenig Gefahr, dass eine Gärung beginnt. Wenn man nur bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit (> 60 % und > 15 °C) lagern kann, sollte man die Waben am besten in stabilen, ausreichend großen Plastiksäcken (Vakuumgefrierbeutel vom Fleischerbedarf) eintüten, um den Wasser anziehenden Effekt von offenem Honig zu reduzieren.
Wenn man die Waben mit dem offenen Futter für die Ableger verwendet, muss man diese separat aufstellen und das Flugloch möglichst klein halten, da Räubereigefahr besteht.
Will man Futterwaben über einen längeren Zeitraum lagern, sollte man sie ebenfalls in Beutel verpacken und diese ca. 2 bis 5 Tage einfrieren, um alle Stadien der Wachsmotten abzutöten. Sie werden anschließend weiter in den Beuteln gelagert.
Fachberater für Bienenzucht, Bruno.Binder-Koellhofer@llh.hessen.de