11/2009: Futterkontrolle: Was wiegen Bienen und Wabenbau?

Frage:
Zum Beitrag „Federwaage mit Ablesehilfe für einfache Futterkontrolle“ in der August-Ausgabe auf Seite 15 stellt sich mir noch die Frage: Wie ist das Gewicht des Wabenbaus und der Bienen beim Vergleich „Leerbeute“ zu fertig aufgefütterter Beute zu berücksichtigen?
Bernhard Schönweitz, Dietzenbach

Antwort:
Wenn man zugrunde legt, dass 100 Bienen etwa 10 g wiegen, wären das bei einem Volk mit einer Überwinterungsstärke von 10.000 bis 15.000 Bienen nur 1,0 bis 1,5 kg. Die Differenz von 500 g spielt beim Wiegen mit der Federwaage also keine Rolle. Noch vorhandene gedeckelte Brut – sie wiegt etwa ⅔ so viel wie Futter – schon eher. Aber je nach Volk ist ihr Anteil recht unterschiedlich.
Deswegen auch meine Empfehlung: Den Futtervorrat durch Erfassen der Futterwaben (je 2,0 kg DNM bzw. 2,2 kg Zander) abschätzen.
Bruttogewicht mit der Federwaage erfassen und fehlende Menge auffüttern. Nach der Futterabnahme durch die Bienen nochmals abschätzen und wiegen und, wenn die geforderte Futtermenge vorhanden ist (12 – 16 kg Einzarger, 18 – 22 kg Zweizarger), dieses Gewicht zukünftig als Referenzgewicht verwenden.
Bruno Binder-Köllhofer, Fachberater für Bienenzucht
Bruno.Binder-Koellhofer@llh.hessen.de