11/2010: Kann Manukahonig bedenkenlos verzehrt werden?

Frage:
Wie kann es sein, dass neuseeländischer Manukahonig mit einem relativ hohen Methylglyoxal-Gehalt für den menschlichen Verzehr zugelassen ist, obwohl im genannten Beitrag beschrieben wird, dass er für den Organismus giftig ist? Welche gesundheitlichen Gefahren können damit einhergehen, bzw. wie können diese neutralisiert werden? Ich habe Manukahonig, welcher bei 38 – 40 °C verflüssigt wurde, für den Eigenverbrauch gekauft und hätte gerne eine Verzehrsempfehlung.
Anton Mayer, 86637 Wertingen

Antwort:
Der Beitrag beschäftigte sich mit dem Thema Honig in der Wundbehandlung und dessen Wirksamkeit. Fragen zu möglichen ernährungsmedizinischen Problemen wurden nicht behandelt. Dennoch verstehe ich Ihre Probleme.
Manukahonig enthält Methylglyoxal. Die Substanz ist auch giftig, jedoch besitzt der menschliche Organismus ausreichende Möglichkeiten, die Substanz zu entgiften, denn sie fällt auch im natürlichen Stoffwechsel jeder Körperzelle an. In den Mengen, in denen Honig üblicherweise konsumiert wird, wird Methylglyoxal auch bei Manukahonig nicht zum Problem – es entstehen also keine gesundheitlichen Gefahren.
Eine Verzehrsempfehlung kann ich nicht abgeben, denn Honig ist als Allererstes ein Lebensmittel. Sie sollten/können so viel davon essen, wie Ihnen schmeckt. Mehr als 50 g täglich halte ich jedoch für problematisch, da sich exzessiver Zuckerkonsum ungünstig auf den Stoffwechsel auswirkt. Außerdem liegen keine Studien vor, die entsprechende Empfehlungen stützen könnten.
Prof. Dr. med. Karsten Münstedt
Krokelstraße 43, 35435 Wettenberg