Was schreibt die Verpackungsverordnung vor?

Zu dem Beitrag über die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung, Juli-Ausgabe, Seite 14, kamen Nachfragen bezüglich der Kennzeichnung von Pfandgläsern.
Antwort: Seit dem 1. Januar 2009 gilt die 5. Novelle der Verpackungsverordnung. Danach muss für sämtliche Verpackungen, die nicht zurückgenommen werden, ein Beitrag zum Dualen System abgeführt werden.
Das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes wird in der Regel als Mehrweg- bzw. Pfandglas genutzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, auf dem Glas darauf hinzuweisen:
Auf den Gewährverschluss kann man „Pfandglas“ oder „Mehrwegglas“ aufdrucken lassen (bei der Bestellung der Gewährverschlüsse angeben, Kosten: 2,38 Euro, unabhängig von der Bestellmenge).
Alternativ kann ein Rückenetikett (55 × 40 mm) verwendet werden, das beim D.I.B. bestellt werden kann (ein Bogen mit 500 Etiketten kostet 4,20 Euro).

Es reicht aber auch ein deutliches Hinweisschild am Marktstand bzw. Regal.
Imkern, die Neutralgläser nutzen, ist zu empfehlen, die von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen (also Gläser, Deckel, Kartons etc.) von einem Anbieter des Dualen Systems (beispielsweise interseroh oder Der Grüne Punkt) lizenzieren zu lassen, auch wenn es sich um sog. Kleinstmengen handelt. Ein Verstoß gegen die Vorschriften der Verpackungsverordnung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Siehe auch ADIZ/die biene/Imkerfreund, Heft 6/2009, Seite 25.
Red.