ApiLife Var: Thymol-Streifen gegen die Varroamilbe

ApiLife Var ist ein Thymol-Präparat zur Behandlung gegen die Varroamilbe. Wir erklären, wie man es anwendet und worauf man achten muss.

 

Auch beim Auflegen der ApiLive Var-Streifen sollte man unbedingt Schutzhandschuhe tragen und die geteilten Streifen nach den Angaben der Gebrauchsanweisung auflegen. Foto: Ute Schneider-Ritter
Beim Auflegen der ApiLive Var-Streifen sollte man unbedingt Schutzhandschuhe tragen und die geteilten Streifen nach den Angaben der Gebrauchsanweisung auflegen. Foto: Ute Schneider-Ritter

Thymol wirkt keimtötend (antiseptisch) und wird daher zur Abtötung von Pilzen und Bakterien eingesetzt. Imker nutzen Thymol zur Behandlung ihrer Bienen gegen die Varroamilbe. In Deutschland ist Thymol als Wirkstoff in verschiedenen Medikamenten zur Bekämpfung der Varroose zugelassen. Eines davon ist ApiLife Var.

Vor der Anwendung von ApiLife Var müssen Imker bereits einiges beachten: Sie sollten nicht während der Tracht, sondern nach der Honigernte behandeln. Außerdem sollten die Völker wenig Brut enthalten. Während der Behandlung nehmen die Bienen kaum Futter ab, daher sollte das Bienenvolk ausreichend mit Futter versorgt sein. Bei Bedarf vor der Behandlung mit 1 bis 2 kg Zucker auffüttern. Wachsbrücken eventuell entfernen, um das Auflegen der Plättchen zu erleichtern. Die Außentemperaturen sollten im Durchschnitt über 15 °C und am Tag zwischen 20 und 25 °C liegen.

Anwendung von ApiLife Var – so geht’s!

Die ApiLife Var-Streifen werden in drei bis vier Teile geschnitten und möglichst weit weg vom Brutnest auf die Oberträger in die Ecken der Beuten gelegt (siehe Grafik). Bei zweiräumigen Beuten gibt der Hersteller an, dass die Wirkung nicht sicher sei. Grafik: W. Ritter
Die ApiLife Var-Streifen werden in drei bis vier Teile geschnitten und möglichst weit weg vom Brutnest auf die Oberträger in die Ecken der Beuten gelegt (siehe Grafik). Bei zweiräumigen Beuten gibt der Hersteller an, dass die Wirkung nicht sicher sei. Grafik: W. Ritter
  • Schutzbrille aufsetzen und Gummihandschuhe anziehen.
  • Streifen in drei bis vier Teile schneiden und möglichst weit entfernt von der Brut auf die Oberträger in die Ecken des Bienenstocks legen.
  • Bodenschieber mit Einlage (Windel) versehen.
  • Insgesamt vier Behandlungen mit jeweils einem Streifen pro Bienenstock im Abstand von sieben Tagen durchführen.
  • Die verwendeten Streifen jeweils nach sieben Tagen entfernen.
  • Nicht bei mehrstöckigen Bienenkästen anwenden, da mit einer unzureichenden Wirkung gerechnet werden muss.
  • Alle Völker eines Standes sollten gleichzeitig behandelt werden, um Räuberei zu vermeiden.
  • Gebrauchsinformation auf der Packungsbeilage beachten.

Vorsicht Nebenwirkungen

  • Bienen können Futterreserven unter den Plättchen entfernen.
  • Brut kann direkt unter den Plättchen sterben.
  • Bei Außentemperaturen über 30 °C kann es zu Stress und erhöhter Sterblichkeit von Bienen und Brut kommen.
  • Das Futter kann während der Behandlung vermindert aufgenommen werden.
  • Bei Überdosierungen können die Bienen den Stock verlassen.

Infos zu ApiLife Var

  • Wirkstoff: Thymol 8,00 g, Eucalyptusöl 1,72 g, Campher 0,39 g, Levomenthol 0,39 g pro Plättchen
  • Hersteller: Chemicals S.P.A.
  • Vertrieb: Vertrieb in Deutschland: Serumwerk Bernburg AG,
    Verkauf über Apotheke, Imkereibedarfshandel
  • Bestandsbuch: Eintrag nicht notwendig.
  • Wartezeit: 0 Tage, wenn nicht vor oder während der Trachtzeit behandelt wurde.

von Wolfgang Ritter

Mehr zur Varroabehandlung finden Sie in unserem Sonderheft Varroa im Griff – Gesunde und vitale Bienen das ganze Jahr

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