Bienen kämpfen mit Wespen: Das ist zu tun

Im Sommer und Herbst sieht man immer wieder Bienen, die mit Wespen kämpfen. Die Wespen wollen an das Futter der Bienen. Als Imker kann man die Bienen unterstützen.

Diese Bienen kämpfen mit einer Wespe. Sie stürzen sich zusammen auf die Wespe, dass sie überhitzt. Foto: Gräfe dass
Diese Bienen kämpfen mit einer Wespe. Sie stürzen sich zusammen auf die Wespe, dass sie überhitzt. Foto: Gräfe

Wespen jagen andere Insekten, um ihre Brut zu füttern. Zu ihren Opfern gehören auch Bienen. Die Wespen mögen aber auch Honig oder Zuckerwasser. Deshalb müssen wir Imker ähnliche Lösungen finden, wie bei Räubereien.

Wespen fressen andere Insekten

Die Wespen ernähren ihre Brut mit anderen Insekten. Bei den Bienen werden sie wohl angelockt durch den Honigduft. Da die Bienen die Wespen nicht freiwillig in den Stock lassen, bekämpfen sie sich. Eine einzelne Biene ist einer Wespe unterlegen, trotzdem können sie lange miteinander kämpfen, da die Wespe die Biene nur zwischen die Hinterleib-Segmente stechen kann. Töten die Wespen eine Biene, können sie diese zerlegen und ihre Brut damit füttern. Die Bienen können sich aber auch wehren: Wenn sie mehrere Bienen auf eine Wespe stürzen und einknäulen, stirbt diese, weil sie überhitzt.

Bienen beim Kampf gegen Wespen unterstützen

Die Wespen stehen in der Nahrungskette von Natur aus über den Bienen. Deshalb ist es natürlich, dass sie mit den Bienen um Futter kämpfen. Als Imker kann man das mit unterschiedlichen Methoden verhindern:

  • Starke Völker: Sie können sich gegen Wespen wehren. Schwache Völker sind anfälliger und sollten im Herbst sowieso vereint oder aufgelöst werden.
  • Varroabehandlung: Völker, die bereits Probleme mit der Varroamilbe haben, tun sich schwerer die Wespen zu bekämpfen.
  • Kleines Flugloch: Vor einem engen Flugloch können die Bienen ihr Volk besser verteidigen. Am besten schon ab Trachtende einengen, dann kommt es gar nicht erst zu Räubereien.
  • Flacher Boden: Sitzen die Bienen nahe am Flugloch, können sie den Eingang besser schützen.
  • Bodenschieber einlegen: So kann der Honigduft nicht ausströmen und Wespen anlocken.
  • Sauber arbeiten: Beim Füttern nicht kleckern, sonst kommen die Wespen und wollen an den Zucker.
  • Obst entsorgen: Faule Äpfel oder Zwetschgen locken die Wespen ebenfalls an. Daher um den Bienenstand aufräumen.
  • Abwandern: Wenn gar nichts hilft, sollten die Völker verstellt werden.

Weitere Tipps zu Räubereien: Räuberei bei den Bienen – was tun?

Hornissen als natürlicher Feind der Wespe

Auch Wespen haben Feinde: Hornissen. Armin Spürgin rät deshalb, die Hornissen nicht unnötig zu bekämpfen. Diese fangen zwar auch Bienen am Flugloch ab, um sie zu fressen, doch im Gegensatz zu Wespen könnten sie kein ganzes Bienenvolk töten. Ab dem ersten starken Frost sterben die Wespen. Dann sind auch die Bienen wieder sicher vor ihnen.

bbu/01.10.2019