Bundesregierung will Insekten schützen

Biene trinkt Wasser. Foto: J.FritschDas Bundeskabinett hat am 20. Juni 2018  Eckpunkte für ein künftiges Aktionsprogramm zum Insektenschutz in Deutschland verabschiedet. Es enthält Ziele, die seit langem u. a. von der Forschung gefordert werden:

  • mehr Strukturreichtum in der Agrarlandschaft,
  • weniger Pestizideinsatz,
  • weniger Lichtverschmutzung.

Können sich die Insekten also bald über bessere Über-Lebensbedingungen freuen?

Dass die neue Bundesregierung auf das Insektensterben reagieren muss, war bereits dem Koalitionsvertrag zu entnehmen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze wollte schon in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit aktiv werden und die Eckpunkte für das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ erarbeiten, das jetzt verabschiedet wurde.

Mit dem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ sollen Maßnahmen in folgenden Bereichen ergriffen werden:

  • Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft soll gefördert werden,
  • Insektenlebensräume in anderen Landschaftsbereichen sollen wiederhergestellt und vernetzt werden,
  • Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten sollen gestärkt werden,
  • der Pestizid-Einsatz soll verringert werden,
  • der Nähr- und Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer soll verringert werden,
  • die Lichtverschmutzung soll reduziert werden,
  • Wissenslücken über das Insektensterben sollen geschlossen werden,
  • ein bundesweit einheitliches Insektenmonitoring soll erstellt werden,
  • Wirtschaftsverbände, Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern sollen angesprochen und zum Mitmachen motiviert werden.

Das Bundesumweltministerium will das Aktionsprogramm nach einer breiten öffentlichen Diskussion bis 2019 fertigstellen und anschließend unverzüglich mit den Maßnahmen beginnen, schreibt die Pressestelle des Ministeriums.

Quellen:

Autor: gbr/jfr