Selbstgemacht: Wind- und Wetterbalsam aus Bienenwachs

Selbstgemachtes Wind- und Wetterbalsam aus Bienenwachs schützt die Haut bei Kälte und eisigen Winden. Alternativ lassen sich auch Propolis und ätherische Öle hinzufügen.

Wind- und Wetterbalsam selbstgemacht
Den Tiegel mit der Creme erst verschließen, nachdem er abgekühlt ist – so bildet sich kein Kondenswasser. Foto: Elke Frenzel

Skifahren oder Spazierengehen trotz eisiger Kälte – wenn uns im Winter kalte Winde ins Gesicht wehen, hilft eine normale Tagescreme als Schutz wenig. Sie enthält zu viel Wasser. Ein Wind- und Wetter-Balsam aus Bienenwachs enthält dagegen natürliche Fette, die sich wie ein schützender Mantel auf die Haut legen. Die Kältecreme lässt sich leicht auftragen und hilft außerdem bei Rötungen und trockener Haut.

Zutaten für das Wind- und Wetterbalsam

Für etwa 100 ml Kältecreme braucht es nur wenige Zutaten:

  • 50 Gramm süßes Mandelöl, kaltgepresst: Mandelöl riecht angenehm nussig und ist selbst für empfindliche Babyhaut geeignet. Alternativ eignen sich auch andere Pflanzenöle wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl.
  • 15 Gramm Lanolin anhydrid (Wollwachs, Wollfett): Das Wollfett ist ein Sekret aus den Talgdrüsen des Schafes, das beim Waschen der Schafwolle gewonnen wird. Beim Kauf auf pestizidfreies Lanolin achten. Außerdem nicht mit Lanolinum verwechseln – damit werden zwar auch Salben hergestellt, es enthält aber Paraffine aus Erdöl.
  • 5 Gramm Bienenwachs: Jungfernwachs verwenden, also am besten Deckelwachs oder unbebrütetes Wachs aus Naturbau. So ist gesichert, dass sich im Wachs keine Pestizide oder Varroa-Bekämpfungsmittel befinden. Das Wachs sollte zudem frei von Schmutz sein: Wachs säubern

Kosmetik-Zubehör für die Zubereitung

Für die Zubereitung der Kältecreme aus Bienenwachs braucht es folgendes Zubehör:

  • Küchenwaage
  • Laborglas mit 50 bis 100 Millilitern Fassungsvermögen
  • Rührstab aus Glas oder Plastik
  • Kochtopf für das Wasserbad
  • Cremedose, -tiegel oder –tube zum Aufbewahren des Balsams

Zubereitung Schritt für Schritt

Das Wind- und Wetterbalsam aus Bienenwachs ist in wenigen Schritten gemacht:

  • Mandelöl, Lanolin und Bienenwachs abwiegen.
  • Zutaten in ein Becherglas geben.
  • Bei 60 bis 70 Grad Celsius schmelzen, dabei mit dem Rührstab rühren.
  • Wenn alle Zutaten geschmolzen sind und die Masse flüssig und homogen vermischt ist, in den Cremetiegel füllen.
  • Den Tiegel nicht sofort verschließen. Erst, wenn die Creme abgekühlt ist den Deckel aufsetzen, sonst bildet sich Kondenswasser und es besteht Gefahr der Verkeimung.

Einfach Propolis- oder Erkältungsbalsam machen

Das Rezept ist sehr wandlungsfähig. Mit ein paar Zusätzen lassen sich aus dem Wind- und Wetterbalsam weitere Cremes herstellen:

  • Propolisbalsam: Einfach 10 Tropfen einer Propolistinktur zum Basisrezept zugeben.
  • Erkältungsbalsam: 5 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl und 5 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl hinzugeben.
  • Balsam für Kinder: Bei einem Erkältungsbalsam für Kinder die ätherischen Öle weglassen, stattdessen Engelwurz- oder Majoranöl in niedriger Dosis in die Balsammasse geben.

Das Rezept von Dr. Elke Frenzel ist auch auf Seite 76 im Januarheft 2020 von bienen&natur zu finden.

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