Wann legt die junge Königin?

Hat es geklappt mit dem Ableger? Erst wenn die Königin Eier legt, ist der Imker beruhigt. Doch ab wann kann man erwarten, dass eine junge Königin zu legen beginnt?

Diese Königin legt schon und hat ihren Begattungsflug erfolgreich absolviert.
Diese Königin legt schon und hat ihren Begattungsflug erfolgreich absolviert. Foto: Adobe Stock/Heinz Waldukat – stock.adobe.com

Der Imker muss sich bei der Vermehrung seiner Bienenstöcke in Geduld üben. Wenn eine junge Königin geschlüpft ist, legt sie nicht sofort Eier. Daher sollten Ableger auch nicht ständig kontrolliert werden.

Hochzeitsflug nur bei gutem Wetter

Eine geschlüpfte Jungkönigin wird etwa sechs bis sieben Tage nach dem Schlupf brünstig und will zur Begattung ausfliegen. Dies ist ein heikler Moment. Wird die Begattung erfolgreich funktionieren? Für eine ideale Begattung sollte schönes Wetter herrschen. Dann sind genügend Drohnen unterwegs. Die Königin kann dann mehrfach begattet werden.

Wenn die Bienen ihre Königin umweiseln

Bei schlechtem Wetter während der Begattungszeit, wird sie unter Umständen nur von einem oder zwei Drohnen begattet. Das Volk wird sie später umweiseln, weil die Spermakammer zu wenig gefüllt ist. Die Königin kann zwar einige Tage abwarten, wenn schlechtes Wetter herrscht. Bei anhaltendem Regen verliert sich aber ihre Brünstigkeit. Die Königin wird dann vom Volk abgestochen oder sie legt nur unbefruchtete Eier. Der Imker stellt dann eine Drohnenbrütigkeit fest.

Wenn die Königin nicht wiederkommt

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass die junge Königin während des Begattungsflugs von einem Vogel gefressen wird. Es kann auch vorkommen, dass sie von einem Gewitter überrascht wird und nicht zurück in den Stock findet. Wie der Hochzeitsflug genau abläuft erfährst du hier: Was passiert beim Hochzeitsflug der Königin?

Wann legt die junge Königin erste Eier?

Die Unruhe des Imkers ist also berechtigt. Geht jedoch alles gut, dauert es von der Eiablage in die Weiselzelle über den Schlupf der Prinzessin bis zu deren Begattung und ihrer ersten Eilage etwa drei Wochen. Nach der Bildung eines Ablegers, der noch keine Königinnenzelle enthält, sollte der Imker also drei Wochen warten, bis er die Eilage prüft.

Wenn die Königin nicht legt

Sollte die Königin nach vier Wochen noch nicht legen, ist bei der Begattung wohl etwas schief gegangen. Die Brut ist nach dieser Zeit auch ausgelaufen – die Bienen haben also keine Möglichkeit mehr, sich eine Königin nachzuziehen. Ohne Brut und Königin verliert das Volk nun den Halt. Den Ableger neu zu beweiseln, ist meist nicht mehr sinnvoll, da es zu lange dauert bis eine neue Königin legen würde. Stattdessen sollte man den Ableger auflösen und mit den Bienen andere Ableger verstärken. Da sie hoffnungslos weisellos sind, besteht auch keine Gefahr, dass sie deren Königin abstechen.

cas/26.06.19